Videofilm Corona-Virus

  • 9. Mai 2020
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Heute hat der sogenannte „Wonne-monat“ Mai begonnen. Traditionell ist der 1. Mai in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag und wird auch als „Tag der Arbeit“ bezeichnet.

Aber zum freien Tag warum eigentlich?  Darüber schreibe ich in Kolumne noch.

Zum besinnlichen und gesunden „Bleib Zuhause Maifest“ wünschen wir vom Vorstand Euch allen, trotz Corona-Kontakteinschränkungen.

Euer Rudi Sailer – Vorsitzender

Mit dem freien Tag gute Gelegenheit um über den Stand mehr zu wissen.

Heute Morgen hat ein junger Mann, namens Robert Jasko, ein versierter angehender tauber Wissenschaftler auf dem Gebiet der Geowissenschaften, einen sehr guten Aufklärungsvideo über COVID-19 über Chat oder Mails veröffentlicht. Dieser Informations-Darstellungsfilm ist aus meiner Sicht , von auch anderer Wahrnehmer ausserordentlich aufschlussreich und in Gebärdensprache gut verständlich. Daher wird der LINK zur weiten Verbreitung hier eingeloggt. 

Januar 2019: Alexander Exner / Menschen des Monats

  • 11. Dezember 2019
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Alexander Exner (rechts im Bild), Foto: GVIUS e.V.

Quelle: https://www.ehrenamtsbeauftragte.bayern.de/ehrenamt-fuer-alle/menschen-monat/index.php 

Alexander Exner engagiert sich seit 24 Jahren ehrenamtlich im Gehör­losenverein Ingolstadt (GVIUS e.V.). Inzwischen ist er dessen 1. Vor­sitz­en­der.

Seine Ziele?

Er hat immer große Ziele vor Augen: Barrierefreiheit für Kinder, Familien, Erwachsene und Senioren, Akzep­tanz und Verständnis in der Gesell­schaft für die Themen Gehörlosigkeit und Gebärdensprache und Neu­ge­staltung der Ge­sell­schaft für die Zukunft. Denn auch die nach­fol­gen­den Generationen sollen es besser haben und ohne Diskriminierung leben können – auch seine Kinder, hier steckt ganz viel Motivation dahinter.

Weshalb Gehörlosenvereine?

Gehörlosenvereine in ganz Deutschland wurden schon vor vielen Jahren gegründet, das gemeinsame Ziel war es schon von Beginn an, Gehörlose zusammen zu bring­en, der Isolation und Vereinsamung entgegenwirken und neue Möglichkeiten für die betroffenen Menschen zu schaffen. Die gemeinsame Sprache liegt dieser Ge­hör­losen­gemeinschaft zu Grunde: Die Gebärdensprache.

In Ingolstadt wurde der Verein 1942 gegründet, bis heute hat sich vieles geändert, im Verein aber auch in der Gesellschaft. Nach der Gründung hatte der Verein nur gemietete Räume, hat dann erst 2008 sein eigenes Zentrum gebaut. Bis 2013 wur­de es sogar um ein Stockwerk und dadurch um viele Angebote erweitert. Alexander Exner hat diesen Wunsch umgesetzt. Seit 2012 befinden sich im Gebäude zwei Beratungsstellen, die Vereinsberatung des GVIUS e.V. und die Sozialberatung der Diakonie Ingolstadt.

Welche Ehrenamtsbereiche gibt es in diesem Verein?

Hier gibt es viele Ehrenamtsbereiche; diese werden von der Vereinsberatung un­ter­stützt: Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit in Ingolstadt und der Region 10; Or­ga­ni­sa­tion von Veranstaltungen, Vorträgen und Mitmach-Aktionen für die Mitglieder und Interessierten; Projekte und Kursangebote für hörende Bürger und Einrichtungen; und vieles mehr. Einen großen Stellenwert für die Vorstände hat auch die politische Arbeit, denn nur mit Hilfe von Kontakten und Unterstützern auf politischer Ebene, kann der Verein etwas bewirken und verändern.

Lesen ist wie eine Fremdsprache

Ziel des Vereins und auch ganz persönlich für Alexander Exner ist es für die Barrie­re­freiheit zu kämpfen, und das in allen Bereichen. Egal ob Beruf, Alltag, Gesundheit, Bildung – alle diese Dinge sind wichtig für selbstbestimmtes und selbstständiges Leben der Gehörlosen. Denn Gehörlose können alles genauso wie Hörende, nur eben nicht hören. Sprache ist hier das Schlüsselwort: Deutsche Schriftsprache ist für Gehörlose eine Fremdsprache, deshalb muss sie auch genauso gelernt werden. Ursache ist, dass die Laut-/Schriftsprache eine völlig andere Grammatik und Satz­ordnung hat als die Gebärdensprache. Hier stößt man als Gehörloser oft an Gren­zen, denn das Lesen ist nicht so leicht, wie man es sich als Hörender vorstellt, und die „Lösung“ von den Lippen abzulesen funktioniert auch nur zu 30 Prozent!

Alexander Exner: „Durch meine Hörbehinderung mache ich sehr viele Erfahrungen mit Barrieren im Alltag und im Berufsleben. Aber mir ist wichtig, dass Menschen ohne Handicap einen Einblick bekommen in das Leben der Menschen mit einer Behinderung, in meinem Fall der Hörbehinderung.“ Damit verbindet er das „lebens­lange Lernen“, das betrifft in diesem Fall beide Seiten: Die Hörenden, die für das Thema Gehörlosigkeit und Gebärdensprache sensibilisiert werden, sowie die Gehörlosen, die lernen werden in einer großen inklusiven Gesellschaft zu leben.

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