Grußwort

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Liebe Gäste, Freunde und Mitglieder!

Ich möchte Sie herzlich auf der Homepage des Ingolstädter Gehörlosenvereins willkommen heißen. Auf diesen Seiten können Sie alles über unseren Verein und die verschiedenen Angebote erfahren.

Der Gehörlosenverein steht nie still: Schon vor vielen Jahren haben sich die Gehörlosen zusammengeschlossen, um etwas in der Welt zu bewegen. Mit viel Mühe und Kampfgeist ist es 2007 gelungen den Bau des Gehörlosenzentrums zu beginnen. Wenig später – und nach einer Aufstockung des Gebäudes im Jahr 2013 – haben wir den großen Erfolg gefeiert. Ein Zentrum für Kultur, Begegnung, Bildung und Sport ist entstanden und bildet bis heute den Treffpunkt für gehörlose, schwerhörige, taubblinde und hörende Menschen aus der gesamten Region 10.

Das alles verdanken wir fleißigen und hartnäckigen Unterstützern. Ganz besonderen Dank richten wir an: Den Vorsitzenden des VdK Kreisverbandes und MdL Hans-Joachim Werner und seine ehemalige Stellvertreterin Katharina Krüger, die ehemalige Stadträtin Christel Ernst, sowie die Stadt Ingolstadt und Bürgermeister Albert Wittmann.

Wie das Leben hier im Verein heute aussieht? Das Gehörlosenzentrum bietet Raum für Begegnungen und gegenseitige Unterstützung: Betroffene können verschiedene Freizeit- und Bildungsangebote nutzen, zudem finden regelmäßige Treffen der Selbsthilfegruppen statt. Die Beratung ermöglicht schnelle Problemlösung und erleichtert den Alltag für viele Nutzer. Angehörige und Bezugspersonen, sowie Einrichtungen und Unternehmen richten sich mit ihren Fragen an die Fachkräfte.

Großen Wert legen wir auf den Sport: In der Sportabteilung findet man Fußballer, Tischtennisspieler und Volleyballer –  Ziel ist es dabei nicht nur die Gesundheit zu fördern, sondern auch das Miteinander und die sozialen Kompetenzen! So gehören inzwischen gehörlose Sportler zu den Besten aus Ingolstadt und Oberbayern.

Gesellschaftliche Themen sind ebenfalls ein großer Teilbereich unserer Vereinsarbeit: Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Menschen über Gehörlosigkeit und Gebärdensprache aufzuklären. Dabei liegt die Betonung auf der barrierefreien Gestaltung von Kultur- und Bildungsveranstaltungen – nicht nur des Vereins, sondern auch der Städte und Gemeinden der Gehörlosen. Ob dies durch Gebärdensprachdolmetscher oder durch gebärdensprachkompetentes Fachpersonal erfüllt wird, ist den Veranstaltern frei gestellt. Konkrete Regelungen werden allerdings für die Klärung der Kostenfrage gefordert: Wer muss den Dolmetscher bezahlen bei öffentlichen Festen und Freizeitangeboten?
Im Rahmen des Konzeptes von LLL – Lebenslangem Lernen, steht uns deshalb ein noch größeres Ziel bevor: Sprache und Kommunikation verbessern, um allen die Chance auf Gleichheit zu geben – den Gehörlosen für unbegrenzte, barrierefreie Information; den Hörende für neue Möglichkeiten durch Gebärdensprache.

Von Herzen wünsche ich dem Gehörlosenverein für die Zukunft viel Freude, den Geist der Fairness und des Zusammenhalts, und Kraft die Freundschaften zu pflegen, die uns bisher so weit gebracht haben und noch weiter bringen werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Exner
1.Vorsitzender