Chronik

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Die Chronik des GVIUS Ingolstadt e.V

Chronik und Anfänge des Ingolstädter Gehörlosenvereins GVIUS e.V.

1878
Gründung der Taubstummenanstalt Hohenwart, Kontakt zu den Franziskanerbrüdern in Ingolstadt wurde zu dieser Zeit geknüpft.

seit 1917
Gottesdienste und Treffen für und mit Gehörlosen in Ingolstadt; Militärseelsorger und Lazarettgeistlicher Pater Kurz kümmerte sich um die Menschen, die in Zeiten des Krieges ihr Gehör verloren; damals hieß die heutige Franziskanerkirche noch Garnisonskirche – das war die Kirche für das Militär.

1919
Pater Kurz wird Priester an der Taubstummenanstalt in München und ist weiterhin in Ingolstadt für die hörgeschädigten Menschen aktiv, veranstaltet Treffen und Gottesdienste.

Seit 1927
Vierteljährliche Gottesdienste mit Franziskanerpater Kurz für Gehörlose aus Ingolstadt und der Region in der Waisenhauskapelle in der damaligen Sommerstrasse, mit anschließender Unterhaltung im Gasthaus „Zur Glocke“; insgesamt war Pater Kurz 40 Jahre lang Gehörlosenseelsorger.

 

 

25. Januar 1942
Gründung des Gehörlosenvereins Ingolstadt im Gasthaus „Zur Glocke“ am Kreuztor in Ingolstadt, Erster Vorstand war Herr Anton Waigl.

In der Kriegszeit
Vereinstätigkeit beschränkte sich damals auf samstägliche Stammtischbesuche im Gasthaus »Zur Glocke« und später im »Ziegelbräu«.

Nach 1945
Der Stammtisch musste mehrmals in andere Gasthäuser verlegt werden: Man traf sich in den Gasthäusern »Drei Mohren«, »Poppenbräu«, »Zum Anker«, »Schäffbräu« und zuletzt »Bonschab«.

1966
Gründung des Gehörlosensportclubs Ingolstadt.

1982
Nach langem Kampf, um eigene Räume für den Gehörlosenverein erhielten die Mitglieder einen Raum im „Kettlerhaus“ in der Jesuitenstraße; Der Verein konnte von da an Treffen für und mit Hörbehinderten abhalten und die Betroffenen von dort aus unterstützen und fördern.

23.05.1993
Zusammenschluss des Gehörlosensportclubs und des Gehörlosenvereins zum „GVIUS e.V. – Gehörlosenverein Ingolstadt und Umgebung mit Sportabteilung e.V.“.

2001
Wechsel der Räumlichkeiten in die Fachoberschule: Ein kleiner Raum lediglich zur Mitbenutzung für Treffen der Gehörlosen.

Seit 2003
Der Wunsch nach einem Gehörlosenzentrum für ca. 2.700 Gehörlose, Hörbehinderte
und Taubblinde in Ingolstadt und der Region 10 wird größer und es beginnt die Suche
nach Unterstützern und Förderern für das große Vorhaben; mit Unterstützung des VdK Kreisverbandes IN-EI und von Frau Katharina Krüger konnte man die Stadt Ingolstadt und die Bayerische Staatsregierung für das Projekt gewinnen. Die Stadt stellte ein Grundstück zur Verfügung und viele Sponsoren wie z.B. die Bayerische Landesstiftung, die Landkreise, der Bayerische Landessportverband, AUDI AG, MEDIA-Saturn und viele weitere unterstützten das Vorhaben des Gehörlosenvereins.

30.03.2006
Gründung des Fördervereins für das Gehörlosenzentrum, zur Unterstützung des Bauvorhabens.

08.10.2007
„Erster Spatenstich“ für das Gehörlosenzentrum unter Teilnahme von Vertretern aus Politik, Wirtschaft, TV und Presse.

10.12.2007
Richtfest zur Fertigstellung des Gehörlosenzentrums.

26.09.2008
Einweihungsfeier des Gehörlosenzentrums unter der Schirmherrschaft vom damaligen Bundesminister Horst Seehofer und MdL Achim Werner und in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Dr. Alfred Lehmann und vielen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kirche, TV und Presse. Im Gehörlosenzentrum konnte von da an ein weitreichendes Angebot für die Gehörlosen aus der gesamten Region erstellt werden: Förderung und Durchführung kultureller, kirchlicher, sportlicher, geselliger und sonstiger Veranstaltungen zum Wohle der Hörgeschädigten; Tätigkeiten im Bereich Selbsthilfegruppen, Kinder-, Jugend- und Erwachsenbildung; Durchführung von Sprechstunden zur Beratung

 

21.02.2014
Aufstockung des Gehörlosenzentrums um ein weiteres Stockwerk, wodurch noch mehr Angebote und Veranstaltungen ermöglicht wurden.

 

Heute ist unser Gehörlosenzentrum….

• …ein Ort der Begegnung, wo man sich unter seinesgleichen austauschen kann.
• …ein Informationszentrum, wo Hilfestellung jeglicher Art geleistet wird.
• …ein Ort für Weiterbildung und Schulung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

unter dem Leitmotiv des LLL – Lebenslangem Lernens
Seit dem Bau des Zentrums ist es dem Verein mit Hilfe des Sozialministeriums gelungen, eine Beratungsstelle angelehnt an die Richtlinien der „Offenen Behindertenarbeit“ mit einer Vollzeit- und einer Verwaltungskraft zu installieren. Aufgrund des großen Bedarfs und des anhaltenden Interesses der Betroffenen aus der gesamten Region, sind wir bemüht mit Hilfe dieser Stelle, die Angebote für Bildung und Beratung stets auszubauen